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Nov/06

24

Erinnerungen an den Mauerfall: Karl Marx und die Konsumwelt

Zum Jahrestag des Mauerfalls möchte ich ein paar Gedanken und Erinnerungen festhalten.

An den Abend des 9. Novembers 1989 kann ich mich nicht mehr so genau erinnern (ich war damals 13 Jahre alt!). Auch weiß ich nicht, ob wir bereits am 10. 11. oder erst am 12. 11. das erste Mal nach West-Berlin “rüber” sind.

Jedenfalls haben wir den Grenzübergang an der Johannistaler Brücke gewählt und sind dann in die U7 eingestiegen. Dann sind wir zur Karl-Marx-Straße gefahren. Die Karl-Marx-Straße ist eine Einkaufsstraße im Norden Neuköllns – damals mehr, heute weniger. Ich weiß nicht mehr, ob wir geahnt hatten, dass sich die Karl-Marx-Straße “lohnt” (weil es dort was zu sehen gibt) oder ob uns der Name nur so vertraut klang. Jedenfalls standen wir dann überwältigt in der Straße, die von den vielen Geschäften hell erleuchtet war.

Ich finde, es hatte schon etwas symbolisches, dass sich hier Karl Marx (auf dem sich die DDR ja immer berief) und die Konsumwelt der BRD so vereinten, wobei Karl Marx nur ein Name und die Konsumwelt die Realität ist.

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