Bei der David Allen Company gibt es eine “GTD Workflow Karte” inkl. DVD zu kaufen. Das Poster selbst kann man sich woanders im Web schonmal anschauen – sieht ziemlich schick aus.
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GTD: David Allen im Interview, Teil 4: GTD im Team
Getting things done – Erfinder David Allen wurde kürzlich von Merlin Mann interviewt. Die vierte von insgesamt 8 Folgen dreht sich um GTD im Team. Hier eine Zusammenfassung.
David setzt hier auf das Vorbild.
Das Beispiel. Ein CEO nutzt GTD. Er trackt alle Verpflichtungen ihm gegenüber, alle Dinge über die er mit seinen Leuten reden will. Jeder weiß, dass er alles trackt, fragen ihn, “wie machst du das” und er verweist auf GTD.
Letztendlich sei es egal, wie die Leute es machen, Hauptsache, alle Verpflichtungen werden erfüllt.
Wenn Hans Peter einen Zettel geben kann und sich sicher sein kann, dass Peter diesen innerhalb von 24 Stunden verarbeitet, dann können sie ganz andere Dinge angehen, weil sie Vertrauen in das System haben.
Eine Verbesserung durch GTD “färbt” auf Umgebung ab
Probleme werden in höheren Positionen eher größer, weil dort nicht mehr so klar ist, was zu tun ist.
Schließlich zeigt David zwei unterschiedliche Sichtweisen:
- Leute, die auf 0 Fuß organisiert sind, aber keine Ahnung von der 30.000 Fuß Ebene haben,
- Leute, die auf 30.000 Fuß organisiert sind, aber unorganisiert sind auf 0 Fuß.
GTD: David Allen im Interview, Teil 3: Irgendwann/vielleicht Liste
Getting things done – Erfinder David Allen wurde kürzlich von Merlin Mann interviewt. Die dritte von insgesamt 8 Folgen dreht sich um die Irgendwann / Vielleicht -Liste. Hier eine Zusammenfassung.
Merlin stellt fest, dass er drei verschiedene Nutzungsarten für die Irgendwann / Vielleicht -Liste bei den Leuten beobachtet hat:
- als Ramschhaufen oder Dachboden,
- als “Parkplatz” für Träume und zukünftiges, für die der Betreffende keine Verpflichtungen eingegangen ist,
- als Mittel zur adhoc Projektplanung.
und fragt – welches ist denn “richtig”.
David sagt – jedes, solange es konsequent angewendet wird. Bei GTD sind klare Abgrenzungen nötig.
Unterstützendes Projektmaterial sollte nicht im weg sein beim Durchführen einer Aktion (ich will nur das sehen, was ich brauche).
David sagt, alles bearbeiten und durchsuchen kann ein großes Problem sein. Persönliches Beispiel: David hat ca. 100 mind maps auf seinem Computer, die er alle 2-3 wochen durchsehen muss. Sie seien ein “Rattennest”. Dabei ist die Projektliste führend, sie dient auch als Erinnerung.
Schließlich: GTD sei holistisch und 100% GTD seien soviel mehr als 95%.
GTD: David Allen im Interview, Teil 2: GTD “Lecks” abdichten
Getting things done – Erfinder David Allen wurde kürzlich von Merlin Mann interviewt. Die zweite von insgesamt 8 Folgen dreht sich um das Thema GTD-Lecks (engl. leaks) “abzudichten. Hier eine Zusammenfassung.
David stellt fest: wer sich gut fühlt mit seinem System, braucht nichts zu ändern, wer nicht, der muss was ändern.
David meint, man muss GTD in seiner Gesamtheit machen, oder es ganz sein lassen.
Man solle nicht bei den alltäglichen Dingen halt machen, die Sachen auf 30.000 Fuß gehören genauso zu GTD.
Schließlich Davids Mantra: Es geht darum “Was hat Deine Aufmerksamkeit?” Dazu muss man seine “Gehirnkämmerlein ausfegen” und ein die Dinge “verarbeiten”.
Alles in allem eine der weniger ergiebigen Folgen.
GTD: David Allen im Interview, Teil 1: Aufschieberitis
Getting things done – Erfinder David Allen wurde kürzlich von Merlin Mann interviewt. Die erste von insgesamt 8 Folgen dreht sich um das Thema Aufschieberits (engl. procastination). Hier eine Zusammenfassung.
David definiert zunächst: Bei Aufschieberits wissen die Leute, was getan werden muss, sie tun es aber nicht. Später fügt er hinzu: und sie fühlen sich schlecht dabei.
David stellt fest, das oft entweder das Ergebnis der aufgeschobenen Aufgabe nicht mehr bedeutsam genug ist, oder das wir uns nicht wohl genug fühlen, die Aufgabe erfolgreich anzugehen.
Oft genug sei die nächste Aktion nicht bekannt, und da muss man sie bestimmen. Häufig ist dann ein kleines “Forschungsprojekt” nötig, um erstmal Optionen aufzuzeigen (z.B. “Lebensversicherung abschliessen” – “ermittle die verbreitetsten Formen von Lebensversicherungen” etc.) und “das Eis zu brechen”.
Merlin bringt dazu das Buch “The Now habit” ins Spiel – dort werden “Nächste Aktionen” als Sicherheitsnetz beschrieben zusammen mit der “Erlaubnis” Fehler zu machen, nicht perfekt zu sein.
Als undichte Stellen im GTD-System eines Aufschieberitis-Geplagten kann David erkennen:
- den “Sammeln”-Teil: sich zuviele Gedanken machen (müssen), was alles noch im System fehlt oder
- den “Verarbeiten”-Teil: sich zuviele Gedanken machen (müssen), was alles noch nicht eingearbeitet ist.
Als kleinen Tipp verrät David, das man beim Aufschieben auch sehr konstruktive Dinge machen kann und dies dann wenigstens einen positiven Effekt hat. Dies sind die sog. Vermeidungsaktionen (z.B. Wohnung aufräumen).
Als Fazit zitiert David aus “The War of Art“: “Du wirst das am ehesten vermeiden, was dir am meisten am Herzen liegt.” Da gibt es keinen Trick, meint er, man muss einfach loslegen.
Charakter und Erfolg: Draufgängertum liegt in der Familie
Spiegel-Online titelt Charakter und Erfolg: Draufgängertum liegt in der Familie und berichtet über eine Studie vom Institut zur Zukunft der Arbeit, nach der die Bereitschaft von Kindern, zu riskieren und zu vertrauen maßgeblich davon bestimmt wird, wie ausgeprägt sie bei den Eltern ist. Dabei differenzierten die Forscher nach verschiedenen “Sparten” von Vertrauensbereitschaft und Risikofreude (z.B. Autofahren, Karriere). Darüber hinaus fanden sie heraus, dass Partner ähnliche Vertrauens- und Risikobereitschaft aufweisen. Fraglich ist nun, ob diese Eigenschaften vererbt oder von den Kindern erlernt wird.
Warum unsere Gefühle uns oft nicht erreichen
Ich bin an unerwarteter Stelle auf einen Achtsamkeitsgedanken: in einem kleinen Büchlein namens “Ihr persönlicher Elchtest – Damit Sie im Alltag nichts aus der Kurve wirft” von Martin Bensdorf. Die Anweisung zu Test Nr. 7 besagt:
Versuchen Sie einmal in diesem Moment, gestern zu lachen und morgen zu weinen.
Das geht natürlich nicht. Wir können uns an unser Gefühl von gestern erinnern und uns das von morgen vorstellen. Aber das ist nicht das selbe wie das eigentliche Gefühl. Wie der Autor richtig bemerkt, schwirren unsere Gedanken umher zwischen Gestern und Morgen, Vergangenheit und Zukunft, während die Gefühle immer nur im Augenblick real sind. Und so erreichen uns unsere Gefühle oft nicht, weil wir gerade “in Gedanken” sind. Durch Achtsamkeit – das “Konzentrieren” auf das Hier und Jetzt – können wir unsere Gefühle leichter erkennen.
Achtsamkeit: der Augenblick im Fokus des Bewußtseins
Achtsamkeit, also die Zen-buddhistische Praxis, den Augenblick / das Jetzt im Bewußtsein zu fokussieren, ist momentan ein Thema im Netz (Wikipedia über Achtsamkeit).
Ob Zufall oder nicht, das Thema greifen gleichzeitig die deutschprachige Site zeitzuleben.de und die amerikanische GTD-Site 43folders.com auf – sich voll auf die momentane Tätigkeit zu konzentrieren, statt gedanklich abzuschweifen:
Wenn ich abwasche, soll ich mich völlig auf das Abwaschen konzentrieren, und nicht in Gedanken schon beim Tee danach sein. Anders ausgedrückt habe ich es auch schon gehört: Auf der Arbeit denken wir an den Feierabend, am Feierabend an das Wochenende und nachts an die Arbeit – kein Wunder, wenn es zu Schlafstörungen kommt.
Sehr interessante Ausführungen, auch in den Kommentaren. Auf der amerikanischen Seite finden sich auch viele Buchtipps. Mal sehen, ob es für einige davon auch deutsche Übersetzungen gibt.