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Berlin Expert Days 2012

Die “Berlin Expert Days 2012” war eine zweitägige Softwareentwicklungs-Konferenz in Berlin. Ich war das erste Mal dabei und es hat mir gut gefallen. Die Konferenz findet im Fachbereich Informatik an der FU-Berlin statt. Sie ist nicht sehr groß (Räumlichkeiten: 1 Hörsaal, 2 Seminarräume), wobei dieses Jahr wohl nicht alle Anmeldungen auch ein Ticket bekommen haben. Den Preis von unter 100 EUR finde ich sehr moderat.

Die meisten Talks, die ich gehört habe, waren interessant und gut präsentiert. Ausnahmen bestätigten die Regel. Ich schreibe mal einzelne Posts zu den Talks.

Ich habe sogar einen Ex-Kommolitonen wieder getroffen.

Weblogic does not stop in Eclipse

Problem

While using Oracle Enterprise Pack for Eclipse (Version 11.1.1.7.1) with Weblogic 11gR1 (that is 10.3.4.0) for some weeks
I suddenly was not able to stop the Weblogic server. Whatever method I used to stop the server, it didn’t work. When I restarted Eclipse
the Weblogic server started automatically again. Also, there were no more console output neither from the server nor from my application.

Solution

I manually started the “bin\stopWeblogic.cmd” skript in the domain home directory using the Windows console. You can go to the
domain home by right-clicking the server in the “Servers” view and choosing “Go To > Domain Home”. When I started the server
again from within Eclipse, the console output was there again and stopping the server worked well again. All is well :-)

Einfache Konstruktoren

Gespräch mit Kollege:
Gegeben Klasse A und Klasse B extends A und ich rufe im Konstruktor von A eine Methode auf, die in B überschrieben wird und die dort auf eine in B definierte Variable zugreift, dann ist diese Variable zum Zeitpunkt des Aufrufs nicht initialisiert. Das stimmt.

Wozu brauchst Du das?
Klasse Gruppenbaum, im Konstruktor lese ich Baum aus DB.
Na das ist ja nicht so gut. Konstruktoren sollten ihr Objekt in einen definierten Zustand bringen, mehr aber auch nicht. Wurde schon vor langer Zeit beschrieben.

Finalizer in Java: lieber Finger weg!

Laut Java-Spezifikation werden Finalizer in Java aufgerufen, bevor das entsprechende Objekt durch den Garbage Collector aus dem Speicher entfernt wird. Das klingt erst mal verlockend – hier könnte man ja automatische das Freigeben von Resourcen unterbringen.

Aber! Es wird nicht garantiert, wann der Finalizer aufgerufen wird. Die freizugebenden Resourcen sind solange blockiert. Schlimmer kommt es noch, wenn ein Finalizer ungewöhnlich lange für die Verarbeitung benötigt. Dann können die Resourcen, die die Objekte der anderen anstehenden Finalizer halten, nicht freigegeben werden. Dies kann zu Out-of-Filehandles oder zu Out-of-Memory-Fehlern führen, wenn die Entwickler sich auf die zeitnahe Abarbeitung von Finalizern verlassen.

Dies ist uns letztens passiert: Unsere Anwendung beendet sich nachweisbar nach einigen hundert Webservice-Aufrufen. Ergebnis der Problemanalyse: Ein Objekt einer Klasse des Oracle IAS scheint den Finalizer-Warteschlange zu blockieren, somit werden Objekte aus dem AXIS-(1.0)-Framework nicht finalisiert, die jedoch Referenzen auf speicherfressende DOM-Objektbäume halten. Diese DOM-Objektbäume können dadurch nicht garbage-collected werden, sammeln sich an und schliesslich kommt der Out-of-Memory-Fehler. Im generierten Webservice-Stub-Code haben wir manuell den Aufruf an den Finalizer (genauer: an die dispose-Methode) eingefügt und siehe da, dass Problem ist beseitigt.

An einer anderen Stelle (ebenfalls AXIS) sind wir vor 1-2 Jahren in ein ähnliches Problem gelaufen, da ging es jedoch um FileHandles oder Netzwerk-Ports. Auch da half manuelles freigeben der Resourcen.

Fazit: Es ist besser, die Resourcen von Hand freizugeben. “Zur Sicherheit” mag man noch einen Finalizer schreiben, aber wenn dieser wiederum die Finalize-Warteschlange blockieren könnte (etwa weil auf ein Netzwerk-Timeout gewartet wird), dann sollte man auch davon die Finger lassen.

Tools zum Analysieren von Memory-Dumps:

Troubleshooting – J2EE und Filesystem voll

Wir hatten folgendes Problem.

Symptom: Manchmal wurden Bilder nicht geladen, Manchmal gab es Fehlermeldungen am Anfang oder Ende einer Seite.

Umgebung: J2EE-Anwendung auf Oracle IAS 9.0.4 (2 OC4J-instanzen) unter Sun Java VM 1.4.2 auf HP-UX, 8 Prozessor-Maschine, als Entwicklungsumgebung.

Analyse:

  1. vmstat sagt: ca. 35-40 Prozesse laufen ständig, Anteil user 15%, Anteil sys 85%, idle 0%. Memory ist nicht knapp, Paging kaum
  2. top sagt: eine oc4j-Instanz verursacht die prozessorlast
  3. die log-files sind leer! (0 bytes)
  4. jvm-stacktrace ergibt keine weiteren auffälligkeiten (kein anwendungscode im stacktrace, mostly waits oder Input/outputs)

Wir spielen das vorletzte build ein, welches am tag zuvor noch gelaufen ist.

Analyse:

  1. redeploy sehr langsam
  2. symptom und analyseergebnisse bleiben gleich

Wir rufen beim betrieb an.

Ergebnis: Filesystem voll!

nachdem der betrieb das problem behoben hatte, lief die anwendung (nach dem redeploy der aktuellen version) wieder normal.

JAMon 2.0 – Monitoring Java Applications

Kürzlich wurde Version 2.0 von JAMon veröffentlicht. JAMon ist eine kleine, für Java-Anwendungen nützliche Monitoring-Bibliothek.

In Version 1 gab es die Möglichkeit, Ausführungszeiten von Code programmatisch zu messen:

  1. Monitor m = MonitorFactory.start("berechnung");
  2. BerechnungsModul.berechne();
  3. m.stop();

misst die Ausführungszeit der berechne-Methode. Das interessante hierbei ist

  1. Statistiken werden über die Ausführungszeiten (genauer: Ausführungsdauer) erstellt (Summe, Mittelwert, Standardabweichung und sogar Einteilung in bestimmte Klassen),
  2. Ausführungszeiten werden Namen gegeben (hier “berechnung”) und
  3. Die Statistiken können als HTML-Report ausgegeben (programmatisch oder per JSP).

Damit ist schon viel getan, u.a.:

  • in Webanwendungen kann ich einen Servletfilter erstellen, der die Ausführungsdauer aller (oder nur bestimmter) Aufrufe misst (dies hat bei geringem Aufwand großen Nutzen),
  • Aufrufe an “externe Systeme” (z.B. Datenbank, Web-Services oder Betriebssystem) können gemessen werden
  • anhand der Messergebnisse kann der Entwickler abschätzen, ob eine Optimierung notwendig ist
  • anhand der Messergebnisse (z.B. im Vergleich zum Vortag) kann der Betrieb abschätzen, ob sich das System derzeit aussergewöhnlich verhält.

In Version 2 (ein komplettes Redesign) kommt hinzu, dass ich nicht nur Zeiten messen kann, sondern beliebige Einheiten. Ich kann z.B. eine Statistik über die Trefferzahl einer Suche führen:

  1. int treffer = Suche.ausfuehren(...)
  2. MonitorFactory.add("treffer","anzahl",treffer);

fügt die Trefferzahl dem Statistikeintrag “treffer”, die in der Einheit “anzahl” gemessen wird, zu. Bisher habe ich nur noch nicht herausgefunden, wie man Klassen (im Sinne von “Unterteilung des Wertebereiches”) für nutzerdefinierte Einheiten definieren kann.
Alles in allem ein Tool, welches einen großen Nutzen bringt. Das Spring-Framework unterstützt JAMon.

“Hibernate – A Developers Notebook” – migrating to Hibernate 3.0, Chapter 8

Chapter 8 introduces Criteria Queries. Only QueryTest.java is affected. Besides the usual net.sf.hibernate to org.hibernate package import renaming, net.sf.hibernate.expressions in Hibernate 2 is replaced by org.hibernate.criterion.

Moreover, change the line

  1. Example example = Example.create(new Artist(namePattern, null, null));

to

  1. Artist artist = new Artist();
  2. artist.setName(namePattern);
  3. Example example = Example.create(artist);

because Hibernate 3 has generated no argument constructors only.