„Eine kurze Geschichte von fast allem“ ist ein naturwissenschaftliches Sachbuch von Bill Bryson aus dem Jahr 2003. In ihm legt Bryson den damaligen Wissensstand in Biologie, Geologie, Astronomie und Physik in für Laien verständlicher Form dar. Es geht um die Entstehung des Universums, unseres Sonnensystems, der Erde, des Lebens im Allgemeinen und der Menschen im Besonderen.

Buch-Cover

Dabei berichtet Bryson viel über die Wissenschaftler, die bahnbrechende Entdeckungen gemacht haben. Dies und der humorvolle Schreibstil unterscheiden das Buch von einem Lehrbuch. Es macht das Buch zu etwas Besonderem: neben den eigentlichen Entdeckungen zu erfahren, welche Mühe und oft auch Entbehrungen die Forscher dafür aufgebracht haben.

Das Buch ist inzwischen knapp 15 Jahre alt und ich habe mich beim Lesen immer gefragt, ob der dargestellte Forschungsstand heute schon ein anderer ist.

Eine klare Leseempfehlung.

Service: Wikipedia-Artikel mit mehr Inhaltsangabe. Errata (engl.)

Diese Frage stellt ein BBC-Artikel. Warum überlebte von den vielen Hominini-Gattungen ausgerechnet der Homo sapiens überlebt? Warum nicht z.B. Homo erectus oder der Neanderthaler?

800px-Stammbaum grafisch
Dimitrios Pascal Weiß, 800px-Stammbaum grafisch, CC BY-SA 4.0
Vor 30.000 Jahren gab es neben dem modernen Menschen drei andere menschliche Arten: den Neanderthaler, dem Denisova-Mensch und dem kleinwüchsigen Flora-Mensch. Letztere lebten auf einer kleinen Insel vor Indonesien und starben vor ca. 18.000 Jahren möglicherweise bei einem Vulkanausbruch aus. Über die Denisova-Menschen ist so gut wie nichts  bekannt.

Über die Neanderthaler jedoch wissen wir, dass sie über 200.000 Jahre in Europa lebten, als der moderne Mensch dort vor 40.000 Jahren ankam. Trotzdem starben sie kurz danach aus. Warum?

Eine Klima-Änderung könnte eine Rolle gespielt haben. Die Neanderthaler waren an waldreiches Gelände angepasst, der moderne Mensch eher an die Steppe. Das Klima änderte sich von Wald zu Steppe. Auch waren die Werkzeuge der modernen Mensch flexibler als die der Neanderthaler.

Ein weiterer Unterschied war die Verwendung von Kunst. Es gibt zahlreiche Zeugnisse von Kunst moderner Menschen, als beide Arten gleichzeitig lebten, z.B. den Löwenmensch, aber wenige von Neanderthalern. Die Verwendung von Symbolen und wahrscheinlich von Sprache, Geschichten und Mythen ermöglichten ein komplexeres soziales Zusammenleben, was zu eine höhere Populationsdichte gegenüber den Neanderthalern  führte.

Die sogenannte „kognitive Revolution„, möglicherweise verursacht durch eine genetische Veränderung, hat zu einer beschleunigten Entwicklung des modernen Menschen seit ca. 70.000 Jahren vor heute geführt.

Also on / Auch auf:

Your neurons have unexpectedly varied genomes, and each is more closely related to heart cells than to its neighbors. Why?

Quelle: Why Each Of Your Neurons Is A Beautiful And Unique Snowflake – The Atlantic

Ein Artikel im „The Atlantic“ berichtet über Forschung zur DNA von Neuronen. Mittels moderner DNA-Sequenzierung kann die DNA einzelner Nervenzellen ermittelt und „Abstammungslinien“ erstellt werden. Es stellt sich heraus, dass beispielsweise Zellen im Prefrontalen Cortex eher mit Herzzellen verwandt sind als mit den jeweiligen Nachbarzellen.

Eine Studie hat 226 Neuronen eines Gehirns untersucht und herausgefunden, dass sie sich mindestens fünf verschiedenen Abstammungslinien zuordnen lassen. Dies liesse sich dadurch erklären, dass im Embroynalstadium, wenn nur wenige Zellen vorhanden sind, nicht eine Zelle zur „Mutter“ aller Nervenzellen wird, sondern dass aus verschiedene Zellen durch Zellteilung Nerven- und andere Zelltypen werden. Dadurch könnte sich das Risiko für Hirnkrankheiten durch Gendefekte mindern.

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PLoSBiol4.e126.Fig6fNeuron“ von Wei-Chung Allen Lee, Hayden Huang, Guoping Feng, Joshua R. Sanes, Emery N. Brown, Peter T. So, Elly Nedivi – Dynamic Remodeling of Dendritic Arbors in GABAergic Interneurons of Adult Visual Cortex. Lee WCA, Huang H, Feng G, Sanes JR, Brown EN, et al. PLoS Biology Vol. 4, No. 2, e29. doi:10.1371/journal.pbio.0040029, Figure 6f, slightly altered (plus scalebar, minus letter „f“.). Lizenziert unter CC BY 2.5 über Wikimedia Commons.

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