Berliner Flughafen: Flugsicherung könnte BER-Eröffnung bis 2020 verzögern (tagesspiegel.de)
Einem Medienbericht zufolge bräuchten die Luftsicherheitsexperten weit mehr als die bisher veranschlagten 13 Monate, um den neuen Hauptstadtflughafen freizugeben.

Es ist ein Trauerspiel! Jetzt hisst die Deutsche Flugsicherung die weiße Flagge, wenn der BER nicht bis 2018 eröffnet wird. Die sind lt. ihrem Chef seit 2012 in den Startlöchern, alles festzulegen und zu erproben, aber Ende 2018 gehen die entsprechenden Leute in Rente und neue Leute müssen erst ausgebildet werden.

Kann man sich echt nicht mehr ausdenken! Wegen mir müssen sie den BER nicht aufmachen, aber es ist echt schade ums Geld.

Der Bau des neuen Berliner Flughafens verzögert sich immer mehr, und davon profitiert ein Konzern: Imtech. Einblicke in ein kriminelles Geschäftsmodell.

Quelle: Imtech: Die unheimliche Firma | ZEIT ONLINE

Die Firma Imtech soll großen finanziellen Gewinn gemacht haben durch überhöhte Nachforderungen, auch am BER. Der ehemalige Deutschland-Chef ist der Bestechung verdächtig und gibt nun einen (Zitat):

Einblick in die kriminellen Machenschaften hinter den Kulissen dieser Firma.

Update: Inzwischen haben sowohl die deutsche Firma Imtech als auch der niederländische Mutterkonzern Insolvenz angemeldet. Eine Taskforce am Flughafen soll ergründen, welche Auswirkungen dies auf den Bauverlauf haben wird.

Was eigentlich schon in einer ZDF-Doku bekannt wurde, hat ein jetzt ans Licht der Öffentlichkeit gekommenes Gutachten bestätigt: durch viele Änderungen seitens des Auftraggebers ohne gleichzeitige Verlängerung der Laufzeit („scope creep„) Ich sehe hier auch Versagen seitens des Projektmanagements.

BER Hauptpier
Berihert, BER Hauptpier, CC BY-SA 3.0
Die Kündigung des Generalplaners pg bbi im Mai 2012 kann ich zwar verstehen; mir kommt dabei aber auch Brook’s Law in den Sinn:

Wenn man mehr Leute in ein verspätetes (Software-)Projekt steckt, verspätet es sich noch mehr.

Wobei man hier ja zunächst nicht mehr Leute reingesteckt hat, sondern erst mal alle abgezogen und dann, weil man das Know-how doch braucht, peu-à-peu wieder (teurer!) eingekauft. Das verlängert die Laufzeit vermutlich noch weiter als „mehr Leute reinstecken“.

Veröffentlicht in Medien | Markiert mit