Wir haben hier The Sims 4 installiert – allerdings in englischer Sprache. EA hat es nicht geschafft oder für nötig gehalten, eine Einstellungsmöglichkeit im Spiel zu spendieren, die Sprache zu ändern, obwohl die benötigten Sprachdateien vorhanden sind.

Es gibt Tipps im Internet, die Sprache mittels Windows-Registry einzustellen: unter „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\Maxis\The Sims 4“ die Zeichenfolge „Locale“ mit „de_DE“ belegen (für Deutsch).

Das klappt aber nur für die 32-bit Version. In der 64-bit Version ist der richtige Schlüssel “ HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Maxis\The Sims 4 „. Dann funktioniert es mit The Sims 4 auf Deutsch.

In „Mensch 4.0 – Frei bleiben in einer digitalen Welt“ schreibt Alexandra Borchardt darüber, wie der Mensch 4.0 sein könnte und versucht, ein Bild des künftigen Alltags zu entwerfen. Sie trägt dazu Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten zusammen.

Los geht es mit dem Verständnis von Digitalisierung: was macht den Menschen 4.0 aus? Die Autorin charakterisiert: „Die eigenen Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt, man will Mitsprache, alles soll sofort passieren und sich lohnen.“ Sie erklärt Technologien der digitalen Welt und was sie mit unserer Psyche anstellen. Es geht um Privatsphäre, die Wirtschaft, Demokratie und last but not least Beziehungen. Durch alle Kapitel zieht sich das Thema „Freiheit des Menschen“.

Viele Punkte waren mir bereits bekannt und daher keine Überraschung. Auch konnte ich keine größeren Unterschiede zu meiner eigenen Auffassung feststellen. Das Kapitel „Demokratie“ und der rote Faden „Freiheit“ enthält für mich die meisten neuen Einsichten.

Im Abschlußkapitel „Kleine Philosophie der Freiheit in der digitalen Welt – das gute Leben“ gibt sie einige „Empfehlungen“ für jene Freiheit in einer digitalen Welt. Eine sei hier herausgegriffen: „Das Effizienz-Diktat brechen“: „Wenn die Menschheit sich dem Diktat der Effizienz unterwirft, schafft sie sich selbst ab.“ – denn Effizienz könnten Roboter einfach besser als Menschen. Viele Grüße an die Selbstoptimierungsbewegung! Menschlich bleiben, keine Maschine werden.

Die Autorin schreibt, gemessen an der Komplexität des Themas, recht flüssig. Es regt zum Nachdenken an. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Also on / Auch auf:

Auf „becoming mininalist“ schreibt Eric Ungs in einem Gastbeitrag über einen Weg, ein Leben „in Hülle und Fülle“ zu führen durch ein „einfaches Ich“: Umarme den Alltag

[…] ich entdeckte, wo das Leben wirklich gelebt wird – im Alltäglichen. Das Leben wird gelebt in dieses Dazwischen-Momenten, an denen wir oft vorbei eilen. In den Autofahrten zum Kindergarten, in den Kassenschlangen im Supermarkt, beim Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte oder beim gemeinschaftlichen Abräumen des Abendbrottisches.
Es sind alle die Dinge, die Teil unserer Tage sind, über die wir meist hinwegsehen. Aber das sind die einfachen Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben. Das sind die Erfahrungen, die unsere Geschichte schreiben und unserem Leben eine Form geben. Es sind diese einfachen Dinge, die wichtig sind und zu den Dingen werden, die wir am meisten schätzen.

Und auf diese Dinge im Alltag zu achten, sie schätzen zu lernen, macht unser Leben reicher. Wenn wir die alltäglichen Dinge ausblenden, blenden wir auch einen großen Teil von uns aus.

Dies bringt mich zu David Foster Wallace Rede vor Uni-Absolventen, unter dem Titel „Das hier ist Wasser“ veröffentlicht, in der es ihm um den Umgang mit diesem „banalen […] Kleinkram“ geht. Wir können uns entscheiden, wie wir damit umgehen. Autopilot oder Gehirn einschalten?

[…] es [ist] Ihr Entscheidung, wie Sie die Dinge sehen wollen. […] Es wird Ihre bewusste Entscheidung, was Sinn hat und was nicht.

Wir können über den Alltag hinweg gehen oder ihn wahrnehmen und ihn „umarmen“.

Obwohl ein absoluter Klassiker ist die Priorisierung nach Eisenhower immer noch sehr hilfreich. Aber was genau bedeuten die scheinbar einfachen Begriffe wie „wichtig“ oder „dringend“? Nur wer da Sicherheit hat, kann die Methode gewinnbringend anwenden.

Quelle: Was ist eigentlich wichtig? – Eisenhower Priorisierung I – Zeitgewinn Hamburg

Im „Zeitgewinn Hamburg“-Blog schreibt Andrea Kaden über die Wichtig-Dimension der Eisenhower-Matrix. Für sie haben Aufgaben keine Eigenschaft „Wichtigkeit“, sondern das jeweilige Ziel, dem die Aufgabe dient.

Wie wichtig ist nun ein Ziel? Ziele sind oft mit einem Wert verknüpft, meist einem finanziellem Wert, oder auch einem persönlichem Wert. Und Zielen ist eine (ungefähre) Frist zugeordnet.

Es gibt noch ein drittes Kriterium, das ich aber noch nicht ganz verstanden habe. Es geht um die Wahrscheinlichkeit, das Ziel nicht zu erreichen, über die Zeit. Die Wahrscheinlichkeit nimmt mit der Zeit zu, wenn wir passiv bleiben, also nichts tun. Ab wann beträgt diese Wahrscheinlichkeit mehr als 50% (die sog. „Stressphase“)? Andrea Kaden meint, ein Ziel sei (bei gleichem Wert und gleicher Frist) wichtiger als ein anderes, wenn es eine kürzere Phase der Misserfolgswahrscheinlichkeit über 50% hat. Sollte es nicht anders herum sein? Ich habe das noch nicht verstanden.

Bleibt also zunächst: Ein Ziel ist umso wichtiger, mit je größer der Wert ist, mit dem es verknüpft ist, und je kürzer die Frist zum Erfolg ist.

Wie genau lässt sich „Dringlichkeit“ für eine Aufgaben definieren, damit Sie sie in der Eisenhower Matrix einordnen können? Und wie genau stehen „dringend“ und „wichtig“ im Verhältnis zueinander? Nutzen Sie das Wissen um die Unterschiede, damit Eisenhower wirklich hilft.

Quelle: Zeitgewinn Hamburg | Was bedeutet „dringend“ in der Eisenhower Matrix?

Auf dem „Zeitgewinn Hamburg“-Blog hat Andrea Kaden einen interessanten Artikel über die „Dringlichkeit“ in der Eisenhower-Matrix („dringend vs. wichtig“) veröffentlicht. Sie meint:

Das ist für mich ein zentraler Punkt für das bessere Verständnis der Eisenhower-Matrix: Aufgaben sind nicht wichtig und dringend, sondern Wichtigkeit wird durch Dringlichkeit ausgedrückt. Aufgaben sind lediglich unterschiedlich dringend. Und das macht es auch erst möglich, wirklich einfach zu priorisieren.

und erklärt, jede Aufgabe sollte eine Deadline haben. Denn Aufgaben ohne Deadline werden in jedem Fall nach hinten geschoben, da sie niemand einfordert.

Was ist Dringlichkeit?

Dringlichkeit sei dann das Verhältnis der Restzeit bis zur Deadline und der Dauer, die ich für das Erledigen der Aufgabe brauche. Liegt die Deadline noch weit in der Zukunft im Verhältnis zur Dauer der Erledigung, ist die Aufgabe nicht dringend. Entspricht die Restzeit der Dauer zur Erledigung, muss man sofort anfangen, es ist also dringend. Ist die Restzeit kleiner als die Dauer, so ist man zu spät dran.

Aufwand, Dauer, Aufmerksamkeitsdichte

Die Dauer der Erledigung ist meist nicht gleich der Aufwand: eine Aufgabe von 8 Stunden Aufwand wird man nicht konzentriert in 8 Stunden erledigen, wahrscheinlich kommt was dazwischen (z. B. der Feierabend, ein langes unerwartetes Telefonat), real dauert es also z. B. 2 Tage. Frau Kaden nennt das durchschnittliche Verhältnis von Aufwand zu Dauer „Aufmerksamkeitsdichte“.

Nach obiger Formel kann man nun eine „Dringlichkeitsampel“ entwickeln, schlägt die Autorin vor:

Um die Dringlichkeit im Überblick zu behalten, schlage ich Ihnen eine Ampel vor:

  • Rot sind Aufgaben ab einem Dringlichkeitswert >= 1,0.
  • Gelb sind Aufgaben mit >= 0,5.
  • Grün sind Aufgaben mit < 0,5.

Interessante Idee

Ich finde die Idee interessant. Wenn man jetzt noch Aufgaben mit größerem Aufwand (z.B. größer als 8 oder 4 Stunden) zerlegt und mit „künstlichen“ Meilensteinen, also Deadlines, versieht, genügt eigentlich die Sortierung nach Deadline als Priorisierung!

Studie: Deadlines lenken ab

Ich lese gerade über eine Studie, die aufzeigt, dass Menschen sich meist den dringlichen Aufgaben widmen, auch wenn am Ende weniger dabei herausspringt als bei einer weniger dringlichen Aufgabe. Die Autorin der Studie empfielt, unwichtige Aufgaben nicht mit einer Deadline zu versehen und dahingegen aus Projekten ohne Fristen Aufgaben mit machbaren Deadlines abzuleiten. Nun ja, wenn die unwichtigen Aufgaben keine Deadline haben, wer fordert sie dann warum ein?

Allerdings nutzt Felix Stein vom „On Lean and Agility“-Blog, die Studie, um Deadlines (im „agilen Kontext“) zu kritisieren:

Eine Weiterführung der Debatte um Push-Prinzip und Pull-Prinzip. Das Setzen von Deadlines ist eine der klarsten Formen von Push und wird im agilen Kontext daher nach Möglichkeit abgelehnt. Meng Zhu unterfüttert das mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zeitdruck erzeugt falsche Prioritäten, senkt Produktivität, führt zu Defocussierung und zum Aufschieben wichtiger aber nicht zeitkritischer Aufgaben. Das Ganze nicht etwa im anekdotischen Einzelfall sondern im Durchschnitt einer statistisch validen Testgruppe. Das sollte eigentlich eine gute Grundlage sein um gegen „aktivierende“ und „fordernde“ Fristen zu argumentieren.

Push meint „jemand anderes legt dir die Aufgabe auf den Tisch“, Pull meint „Du holst Dir selbst die Aufgabe ab“. Nun ja, aber für welche Aufgabe entscheidet man sich, wenn man sich eine neue abholt? Haben die Aufgaben, die man sich abholen kann, keine Deadline?

Wichtigkeit wird in Dringlichkeit übersetzt, wie Frau Kaden schreibt:

Aufgaben werden „aus der Wichtigkeit geboren“. Je nachdem wie wichtig ein Ziel ist, definieren Sie Aufgaben zu seiner Erreichung unterschiedlich. Denn Aufgaben selbst hängt jedoch keine Wichtigkeit mehr an. Die ist vielmehr in Dringlichkeit übersetzt worden.

Der 4 Jahre alte Laptop mit Windows 10 ließ sich zwar starten, reagierte dann aber nicht mehr oder nur sehr verzögert auf Eingaben. Selbst der Aufruf des Taskmanagers wurde zur Geduldprobe oder gelang nicht, gleiches galt für den „Affengriff“ Strg-Alt-Entf.

Eine Virensuche mittels „desinfec’t“ (Heise Verlag) brachte nur 2 „unerwünschte Anwendungen“ zum Vorschein. Mit Hilfe des Tools konnte ich alle Daten vom Laptop auf eine externe Festplatte kopieren – sicher ist sicher.

Der abgesicherte Modus war ebenso vom Problem betroffen wie der normale Modus.

Die Rückkehr zum letzten Wiederherstellungspunkt war nicht erfolgreich.

Nächster Versuch: Windows zurücksetzen. Um schneller zu diesem Punkt zu gelangen, war dies erfolgreich: 4x einschalten und gleich wieder ausschalten. Beim 5. Start gab es ein Windows-Bootmenü, bei dem ich „Diesen PC zurücksetzen und persönliche Daten behalten“ wählte. Nach 1-2 Stunden war Windows neu installiert, d.h. die selbst installierten Programme waren weg. Die Daten in meinem Benutzerprofil waren noch da, allerdings nicht die Daten in „Anwendungsdaten“. Aber die hatte ich ja zuvor kopiert.

Jetzt läuft’s, hoffentlich auch weiterhin. Windows sollte man ja ohnehin alle paar Jahre neu installieren.

Ich betreibe jetzt einen V-Server (eigentlich als Server für Minecraft für meinen Sohn). Ich habe da mal testweise friendica installiert – das ist recht Hosting-freundlich, weil für den LAMP Stack (Linux, Apache, Mysql, PHP) entwickelt.

Die Installation war relativ einfach. Den LAMP-Stack hatte ich mir gleich mit dem Server bereitstellen lassen. Ich habe den letzten Release-Candidate von github heruntergeladen, ausgepackt und ins Zielverzeichnis kopiert. Kleine Stolperfalle: beim Kopieren wurde die „.htconfig.php“ nicht mit kopiert. Neue Subdomain im Apache konfiguiert (ohne SSL, da testweise) und via myphpadmin einen friendica-User angelegt. Zu guter Letzt noch „util/composer.phar install“ – das ist relativ neu. Nun kann man mit dem webbasierten Installer weitermachen.

Dann richtet frau noch ein cron-job ein, der alle 10 Minuten (oder so) die Neuigkeiten aus dem Netz lädt.

So nach und nach verbindet sich die Friendica-Instanz dann mit anderen Servern des Fediverse, hier die Statistik:

Föderation Statistik meines Friendica-Testservers

Die Mastodon-Instanzen dominieren!

Dabei ging bei mir die Server-Last anfangs ganz schön nach oben (z.B. Load von 7 bei 4 Cores), mysqld war der Auslöser. Entgegen meiner Befürchtung war dies aber kein Dauerzustand.

Also on / Auch auf: