Auf wired entdeckt Brian Berrett die RSS Feeds als Alternative zu Newsfeeds in Sozialen Netzwerken wieder. Der Vorteil aus Sicht von RSS gegenüber sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook ist die einfache Chronologie, in der die Einträge angezeigt werden. Kein Algorithmus versucht zu erraten, was dem Nutzer wichtig ist und was nicht, alle Einträge werden gezeigt, keine weggelassen.

Außerdem gibt es keine Abblenkung oder Manipulation, die dazu dient, mehr Zeit als nötig auf der Plattform (RSS Reader in diesem Fall) zu verbringen.

Da ich RSS selbst regelmäßig nutze (via TinyTinyRSS), war dies für mich nichts neues. Interessant finde ich den Hinweis auf feedBase. Dort kann man seine RSS-Liste als OPML-Datei hochladen. So entsteht eine Netz von RSS-Feeds und Nutzern mit der Möglichkeit, neue RSS-Feeds zu entdecken.

RSS Icon

Ben Evans beschreibt das „Newsfeed-Problem“ wie folgt:

  1. Jede „social app“ wächst soweit, dass es einen „Newsfeed“
  2. Jeder „newsfeed“ wächst soweit, dass es einen algorithmischen Newsfeed braucht
  3. Jeder algorithmischen Newsfeed wächst soweit, bis man es als User satt hat, wichtige Dinge nicht und dafür unwichtige Dinge doch gesehen zu habe, daher gehst Du zu einer anderen app
  4. gehe zu 1.

Man hat soviele „Twitter-Freunde“ oder „Facebook-Freunde“ und es ist so leicht etwas zu teilen, dass die „Newsfeeds“ so stark wachsen und unübersichtlich werden, dass eine Gewichtung unausweichlich scheint. Was aber unweigerlich dazu führen wird, das etwas für den Nutzer wichtiges vom System als unwichtig betrachtet wird und nicht dargestellt wird.

Ein interessanter Aspekt in Evans Artikel ist das Teilen in eine Chatgruppe, z.B. eine whatsapp-Gruppe. Dies sei privater, erzeuge weniger sozialen Druck (im Sinne von „sich ausschließlich positiv darzustellen“) und mache Spaß. Dies sieht er als Trend an. Auf den Newsfeed in einer Chat-Gruppe hat aber kein Unternehmen Einfluss, niemand kann sich „einkaufen“, die zugrunde liegende Plattform kann ihn nicht manipulieren.

Außerdem findet Evans das Story-Format interessant, wo die Beiträge eines Users zusammengefasst werden. Dadurch müssten weniger Beiträge anzeigt werden, was wiederum Filterung unnötiger mache.

Also on / Auch auf:

Erfreut habe ich festgestellt, dass ich bei meinem Webhoster nun kostenfreie Let’s Encrypt SSL-Zertifikate auf Knopfdruck installieren kann.

Dialog zum installieren eines Lets Encrypt Zertifikates

Es gab von Anfang an die Möglichkeit, SSL-Zertifikate zu installieren und ich habe schon seit mindestens einem Jahr Let’s Encrypt-Zertifikate genutzt. Allerdings war die Installation recht umständlich. Und LE-Zertifikate müssen alle 90 Tage erneuert werden.

Zum Erlangen der Zertifikate hatte ich den offiziellen Client certbot auf einer Alpine Linux VM (Virtual Box) benutzt, da dies nur ein Shared-Server Angebot ist. Außerdem konnte ich daher nur den manuellen Modus benutzen. Um zu beweisen, dass mir die Domain tatsächlich gehört, musste ich eine Datei mit einem angegeben Namen und angegebenen Inhalt auf meinem Server ablegen (sog. „Challenge“). Da die VM keine Gast-Integration hat, nutzte ich screen und scp, um die Daten vom Bildschirm in eine Datei zu kopieren und diese dann auf den Server zu laden. Das ausgestellte Zertifikat habe ich über den Server auf meinen Rechner übertragen und schließlich in die Admin-Konsole eingestellt.

Dieser ganze Prozess bleibt mir jetzt erfreulicherweise erspart. Danke greatnet! Und dies, nachdem ich gerade in der c’t gelesen hatte, dass in Deutschland let’s encrypt wenig verbreitet ist, weil die Webhoster lieber ihre eigenen Zertifikate verkaufen wollen.

tl;dr

Mein Hoster Greatnet erlaubt nun das Installieren von let’s-encrypt Zertifikaten auf „Knopfdruck“. Damit entfällt bei mir ein aufwändiger Prozess, ein LE-Zertifikat zu installieren.

Bookmarks, favs, likes - backfilling years of gaps by Peter Molnar
What do you do when you have years of hoarded internet on your computer and you want to put them into one place, to make it searchable? You put them on your website, while retroactively like, favorite, and bookmark them at their source.

Peter Molnar meint, als Indieweb-Teilnehmer sollte man nicht nur heutigen Content auf der eigenen Webseite veröffentlichen, sondern auch alte Likes, Kommentare und Bookmarks, insbesondere wenn sie in „Silos“ wie z.B. sozialen Netzwerken liegen.

Er persönlich speichert auch den Content, um ihn „in den Such-Korpus“ aufzunehmen. Reposten geht aber aus rechtlichen Gründen nicht.

Was bei uns in Deutschland „zwischen den Jahren“ heißt, ist in Frankreich „la trêve des confiseurs“, der Waffenstillstand der Zuckerbäcker. Karambolage nimmt diese französische Redewendung unter die Lupe – auf gewohnt putzig-informative Weise.

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https://www.youtube.com/watch?v=X0UT2JAFE2Y