Links der Woche 41/2014

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Berlin

Anfang Oktober wurden neue Bahnsteige an den Bahnhöfen Ostkreuz und Warschauer Straße eröffnet (Berlin).

Leben

“Joshua Fields Millburn & Ryan Nicodemus write about living a meaningful life with less stuff for 2 million readers.” Start here.

Software-Entwicklung

Alistair Cockburn über “Elefanten-Capaccio“. Der Elefant ist ein Use Case, der in möglichst kleine Teile geschnitten wird, die dann nacheinander implementiert werden. Die Teile müssen einen Wert liefern. “learn to write micro- user stories from the use cases so your agile developers can work in micro-increments.” Find ich eine gute Idee.

Johanna Rothmann meint “Large Program? Relase more often” (und meint interne Releases, nicht notwendigerweise Deployments in der Produktivumgebung) Wenn man die Iterationen kürzer macht, dann muss man die user stories kleiner machen (siehe Elefanten-Capaccio). Das Team muss sich mehr “konzentrieren”.

Ralf Westphal greift das “Single Responsibility”-Prinzip (aus den SOLID-Prinzipien) auf, nach dem eine Klasse nur “one reason to change” haben soll, also nur eine Verantwortlichkeit. Aber wie “Responsibilities zählen“? Das ist ganz interessant. Es erinnert mich an etwas aus Siederslebens Buch “Moderne Software-Architekturen”. Da muss ich mal nachschlagen.

Doubletten im Internet finden

Ich habe auf meiner Homepage eine kleine HTML-Seite / “Web-App” wiederentdeckt. Sie soll “Doubletten” (Plagiate, doppelter Content ect.) eines vorgegeben Textes im Internet finden.

Das geht ganz einfach: auf der Doublettenfinder Seite einfach den Vorgabe-Text in die Textbox kopieren und auf “prüfen” klicken. Dann werden bestimmte Wörter aus dem Text ausgewählt (die Anzahl kann in der Drop-Down-Box eingestellt werden) und eine Google-Suche wird vorgenommen. Die “exakt”-Checkbox bestimmt, ob alle Suchbegriffe in den Treffern vorkommen sollen. In meinem Experimenten ist es meist besser, sie aktiviert zu lassen, wenn jedoch kein oder kein gewünchster Treffer angezeigt wird, dann mal deaktiviert probieren.

Der dahinter liegende Algorithmus zur Auswahl ist einfach: es sortiert die in der Textbox enthaltenen Wörter nach ihrer Häufigkeit und Wortlänge. Dann werden die seltesten, längsten Wörter ausgewählt und als Suchbegriff ausgewählt. Die Idee ist, dass diese dann spezifische Fachbegriffe sind. Das klappt im Deutschen übrigens besser als im Englischen, Stichwort: zusammengesetzte Substantive.

Obwohl dieser Ansatz recht naiv ist, funktioniert er jedoch erstaunlich gut. Wenn man per Hand noch ein zwei themen-relevante Such-Wörter hinzufügt, greift man der Sache unter die Arme.

Update: Ich werde mal probieren, erst nach der Wortlänge und dann nach der Häufigkeit zu sortieren. Mal sehen, wie dann die Ergebnisse sind.

Update 2: Ich habe das mal eingearbeitet. Die Unterschiede sind nicht so groß. Aber trotzdem interessant, da mal ein bisschen rumzuprobieren.

Andere Ansätze: (frei und ohne zusätzliche Software)

  • plagiatefinder.de zerlegt den Text in Wortgruppen und sucht diese im Internet. Dabei entstehen wesentlich mehr Google-suchen, die man “bewerten” muss.
  • SeeSources.com erläutert die Vorgehensweise nicht. Spuckt aber relevante Links und ähnliche Textstellen aus
  • PlagAware deutsprachig, Einschränkung auf 25 Abfragen pro Monat und IP

Web Discussions: Flat by Design?

Jeff Atwood argumentiert gegen threaded mode bei “Web diskussions”.

Ich mag den threaded mode, weil man schnell den Überblick verliert, wenn mehrere Diskussionsstränge entstehen. Siehe die Foren von z.B. SPON und Zeit. Dort muss man dann “manuell” auf den Vorreiter Bezug nehmen. Als Leser mache ich mir selten die Mühe, den Referenzen zu folgen. Dagegen machen Heise und Slashdot mehr Spaß.

Als Kompromiss fände ich es OK, wenn ab einer gewissen “Diskussionstiefe” keine Einrückungen mehr vorgenommen werden, da es sich dann wohl um die Diskussion zwischen zwei oder wenigen Teilnehmern handelt.

Findet Hebammen, Babyschwimmen, PEKiP und mehr in Berlin – mit KIDSgo!

Im Wartezimmer des Kreißsaals liegt ein Heft namens “KIDSgo!” aus – mit Terminen und mehr rund um das Thema Schwangerschaft, Baby und Familie in Berlin. Sie haben auch einen Online-Auftritt.

Im Einzelnen werden zum Thema Schwangerschaft und Geburt angeboten:

  • Angebote für Schwangere
  • Geburtsvorbereitung
  • Säuglingspflege
  • Schreibabyambulanzen
  • Hebammen und Geburtsvorbereiterinnen
  • Kliniken und Geburtshäuser
  • Hebammenpraxen
  • Stilltreffs
  • Rückbildung

Zum Thema Baby / Kind werden Kurslisten angeboten zu:

  • Babyturnen, Kinderturnen
  • Babyschwimmen
  • Babymassage
  • Krabbelgruppen, Kindergruppen
  • PEKiP, Pikler u.a.
  • Musik und Tanz

Auch für Mütter, Väter und Familien gibt es Listen zu Kurs- und Veranstaltungsorten.

Neben Berlin gibt es diese Informationen lt. Anbieter “fast vollständig” auch für München, Köln, Düsseldorfer Raum, Nordhessen und Südniedersachsen sowie Hamburg.

Rasierapparate: Je mehr Klingen desto besser?

Ich gebe es ja zu: ich benutze einen Naßrasierer mit 2 Klingen (Gilette Sensor Excel). Inzwischen ist der Hersteller bei 5 Klingen angekommen. Das hat seinen Preis: die Klingen sind ziemlich teuer geworden. Ist die Rasur so viel besser als mit 2 oder 3 Klingen?

Hier mal ein Überblick über das Angebot:

Produkt Anzahl Klingen Besonderheit Preis / Klinge Preisverhältnis
Sensor 3 ? 1,10 EUR 92 %
Sensor Excel 3 Lamellen 1,20 EUR 100 %
Sensor 3 3 Lamellen 1,56 EUR 130 %
Mach 3 3 mit DLC Komfort-Schneiden 1,67 EUR 139 %
Mach 3 Turbo 3 mit Aloe + Vit. E 2,08 EUR 174 %
M3 Power 3 PowerGlide Klingen 2,75 EZR 229 %
Fusion 5 +1 Trimmklinge 3,25 EUR 271 %
Fusion Power 5 +1 Trimmklinge 4,25 EUR 354 %

Wie kann ich (bei ca. 3fachem Preis) ca. 3fache Leistung bekommen? Kann ich die Klingen 3mal so lange nutzen wie meine bisherigen? Brauche ich 3mal weniger “Züge”? Dann müßte es mit einem Zug getan sein! Ich werde wohl um einen Versuch nicht herum kommen. Vielleicht reichen ja auch schon 3 Klingen…

Rasierklinge, (C) by Flickr user

Interessanterweise kommen zu diesem Thema zwei Links herein: das Satire-Magazin Onion hat über einen 5-Klingen-Rasierer bereits Anfang 2004 spekuliert und The Economist überlegt, ob ein 14-Klingen-Rasierer schon bald oder erst 2100 kommt.

PS: Ich habe mir den Mach 3 Turbo zugelegt und bin momentan ganz zufrieden. Die Rasur scheint mir etwas leicherter / gründlicher zu gehen. Sehr gut finde ich auch, dass der Klingenhalter die Rückseite der Klinge nicht verdeckt und ich so die Barstoppeln leicht aus der Klinge entfernen kann, indem ich den Rasier unters Wasser halte.