Sprachunterschiede Ost/West

Im Gespräch zwischen Berlinern und Hessischen Kollegen kamen sie natürlich wieder zur Sprache, die „Sprachunterschiede Ost/West“. Ich habe mich hier mal der zwei Wichtigsten angenommen.

Uhrzeit: Dreiviertel Sechs / Viertel vor Sechs

Der Klassiker. Auch als „Viertel Sechs / Viertel nach Fünf“ bekannt. Interessanterweise heißt es nicht nur in Ost- sondern auch in Süddeutschland „Dreiviertel Sechs“. Wikipedia spricht (derzeit) von einer Linie zwischen Lübeck und Saarbrücken, die die Verwendung der beiden Formen voneinander trennt. Der „Atlas der deutschen Sprache“ zeigt empirische Daten, während die entsprechende Grafik (inkl. Artikel) aus der Serie „Deutschlandkarte“ des ZEITmagazins eine schematische Übersicht darstellt.

Sowohl der „Atlas der deutschen Sprache“ als auch die Reihe „Deutschlandkarte“ sind übrigens sehr interessant und empfehlenswert.

Meine Kinder haben übrigens (seltsamerweise) die westdeutsche Variante erlernt und verwenden sie von sich aus.

Sonnabend / Samstag

„Was soll denn ‚Sonnabend‘ sein?“, fragt die hessische Kollegin.

Sonnabend kommt aus dem altenglischen und wurde vermutlich mit der angelsächsischen Mission in den deutschsprachigen Raum gebracht. Er bezeichnete ursprünglich den Vorabend des Sonntags, der Begriff wurde mit der Zeit auf den ganzen Tag ausgeweitet (vgl. „Heiligabend“). „Sonnabend“ sagt man nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in Schleswig-Holstein und in Teilen Westdeutschlands.

In Süddeutschland sagt man „Samstag“. Das Wort kommt aus dem Griechischen, bedeutet „Tag des Saturn“ und verbreitete sich mit der Missionierung im süddeutschen und auch im westdeutschen Raum.

Die Grafiken vom „Atlas der deutschen Sprache“ und ZEITmagazins „Deutschlandkarte“ (Artikel) bilden oben genanntes ab.

Wie der (aktuelle) Wikipedia-Artikel anmerkt „in jüngster Zeit ist allerdings eine Tendenz hin zum Samstag feststellbar“: meine Kinder sagen „Samstag“, damit kann ich das aus persönlicher Erfahrung bejahen.

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Die wichtigste Filterregel für E-Mails

Für mein geschäftliches E-Mail-Konto verwende ich seit Jahren folgende Filter-Regel:

Mails, in denen ich im „Cc“ stehe, werden direkt in einen Ordner „nachrichtlich“ verschoben

Wenn ich nur im Cc angeschrieben bin, dient mir die Mail lediglich zur Information. Bin ich direkt angeschrieben, handelt es sich meist um Anfragen oder Handlungsaufforderungen. Diese sind wichtiger und verbleiben im Posteingang. Mit dieser Regel bleibt der Posteingang spürbar übersichtlicher.

In Microsoft Outlook (2012) kann man die Regel wie folgt einstellen:

  1. „Regel erstellen“
  2. „Erweiterte Optionen“
  3. „1. Schritt“, auswählen: „die meinen Namen im „An“ Feld nicht enthält“
  4. „2. Schritt“, auswählen: „diese in den Ordner … verschieben“ und geeigneten Ordner“
  5. „Fertigstellen“.

Der Tipp geht zurück auf einen sehenswerten Vortrag von Scott Hanselmann „Information overload and Managing the flow“ (wiederentdeckt durch das Toolblog).

Analog habe ich weitere Regeln für Mails von Softwaresystemen, die ebenfalls nur zur Information sind und daher automatisch aus dem Posteingang in einen Ordner verschoben werden.

Zusätzlicher Tipp: wessen Arbeitsablauf nicht gerade von eingehenden E-Mails bestimmt wird (z.B. Support-Mitarbeiter), sollte das Benachrichtigungsymbol für neue E-Mails abschalten. Denn meistens unterbricht man beim Erscheinen des Symbols aus Neugierde die Arbeit um nachzusehen, was es für eine E-Mail ist.

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Gemeindechronik von Neudorf bei Petschau in Böhmen 1884-1938

Porta fontium, das „Bayerisch-tschechisches Netzwerk digitaler Geschichtsquellen“, veröffentlicht nicht nur Matrikel (Kirchenbücher) sondern auch andere Archivalien. Unter anderem auch Chroniken. Für das Dorf Neudorf bei Petschau in Böhmen ist eine Gemeindechronik veröffentlicht, geschrieben zwischen 1884 und 1938.

Für meine Forschung ist besonders die Reihenfolge der Besitzer der einzelnen Höfe und Häuser interessant. Es gibt aber auch allgemeinere Schilderungen einzelner Aspekte des Lebens in einem westböhmischen Dorf.

Hier ein Inhaltsverzeichnis:

  1. Fernere Geschichte der Gemeinde Neudorf vom Jahre 1777 bis zum Jahre 1786
  2. Der Bauernauftstand im Elbogener Kreise im Jahre 1775
  3. Der Process wegen der Erbauung einer geistlichen Wohnung in Neudorf (1786-1808)
  4. 1805: Verkauf der Gemeindemühle
  5. Neudorf gelangt als Bestandteil der Herrschaft Petschau an Herzog Friedrich von Beaufort-Spontin im Jahre 1813
  6. Graf Chotek und der Richter
  7. Neudorfs Unterthänigkeitsverhältnis gegen die Petschauer Obrigkeit vor dem Jahre 1848
  8. Erlösung Neudorfs aus dem Unterthänigkeitsverhältnis gegen die Petschauer Grundherrschaft durch die Constitution des Jahres 1848
  9. Der Männergesang-Verein in Neudorf
  10. Heldenstück eines Neudorfers (aus 1866)
  11. Weihe der Fahne des Feuerwehr-Vereins zu Neudorf am 24. April 1881
  12. Weihe der Fahne des Militär-Veteranen-Vereins zu Neudorf am 25. Mai 1884
  13. Wie die Bruderschaft der allerheiligsten Dreifaltigkeit in Neudorf auf Befehl des Kaisers Josef II im Jahre 1785 aufgehoben ward
  14. 25jähriges Gründungsfest des Männergesangvereins in Neudorf am 17. April 1887
  15. Tabelle mit den 1805 geänderten Hausnummern
  16. Zu Seite 37 (Über die Hausbesitzer aus einem Dokument von 1597 ??)
  17. Gefallene und Gestorbene Krieger aus Neudorf (1. WK)
  18. Die Gründung Neudorfs
  19. Flurenteilung und Kriegsverhältnisse
  20. Robotleistungen
  21. Beschwerden gegen die Obrigkeit
  22. Der Flößgraben
  23. Die Neudorfer Mühle
  24. Baustile
  25. Langjährige Besitzer
  26. Chronologische Reihenfolge der Besitzer (1931)
  27. Viehbestand der Einwohner im Jahr 1792
  28. Justrukzion (sic!) für Hebammen
  29. Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Besorger der Ortswasserleitung (1865)
  30. Salzversorgung
  31. Hauwald
  32. Ziegelhütte
  33. Jagd
  34. Sauerbrunn(en)
  35. Heide
  36. Erwerb
  37. Landwirtschaft
  38. Öffentliche Gebäude und Denkmäler
  39. Verkehrswege
  40. Gemeindeschmiede
  41. Stierhaltung
  42. Hopfenhandel
  43. Schule
  44. Gemeindeschmiede
  45. Hausnamen
  46. Verzeichnis der Hausbesitzer 1837
  47. Verzeichnis der Haushaltsvorstände 1937
  48. Kurze Chronik 1914-1938 Vom 1. Weltkrieg, über die „Eingliederung“ in die Tscheslowakei bis zur „Rückgliederung“ des Sudetenlandes ins Deutsche Reich

Die Schrift ist nicht leicht zu entziffern. Ich hoffe jedoch, dass dieses Inhaltverzeichnis dem/der einen oder anderen hilft, die Chronik zu erschließen.

„Agile Results“: 10 Werkzeuge für die persönliche Produktivität

Link

J.D. Meier stellt 10 Werkzeuge aus seinem Produktivitätsframework „Agile Results“ vor:

Ich versuche gerade, mir Punkt 2 zur Gewohnheit zu machen: „Monday Vision, daily wins, Friday reflections“, d.h.

  1. Am Montag drei Dinge zu identifizieren, auf die man am Ende der Woche stolz wäre
  2. Am Beginn eines jeden Tages drei Dinge aufschreiben, die man an diesem Tag umsetzen möchte
  3. freitags über die abgelaufene Wochen reflektieren und sich fragen „Was ist gut gelaufen? Was könnte besser werden?“
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Marginalien

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The Necessity of Marginalia in the Age of the Ebook(Farnam Street)
Marginalia — those broken fragments of thought that appear scribbled in the margins of books — help us connect ideas, and spur critical thinking.

Farnam Street schreibt über die Notwendigkeit von Marginalien, also Randnotizen in Büchern, im Zeitalter des E-Books:

The Necessity of Marginalia in the Age of the Ebook

Ich habe es mir noch nicht zur Angewohnheit gemacht, in Büchern reinzuschreiben – ob als Antwort auf den Autor, Kommentar oder Erinnerungsstütze – , werde es aber mal versuchen.

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